Skip to main content

Rettung der Verlustvorträge

Werden Anteile an einer GmbH erworben, wobei die GmbH noch steuerliche Verlustvorträge besitzt, so gehen diese Vorträge unter, soweit ein wesentlicher Anteilseignerwechsel durchgeführt wird.

Ein solcher wesentlicher Wechsel liegt immer dann vor, wenn mehr als 50 % der Anteile ihren Eigentümer wechseln. Bei einem Beteiligungswechsel zwischen 25 und 50 % der Anteile geht der Verlustvortrag anteilig in Höhe des prozentualen Beteiligungswechsels unter.

Findet jedoch ein Anteilseignerwechsel deswegen statt, weil die verlustreiche GmbH saniert werden soll, so hat der Gesetzgeber vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise ein sogenanntes „Sanierungsprivileg“ eingeführt. Dieses Privileg greift jedoch nur, wenn die strengen Auflagen eingehalten werden. Die Anteile müssen zum Zweck der Abwendung einer drohenden oder bereits eingetretenen Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung erworben werden. Die wesentlichen Betriebsstrukturen der GmbH dürfen dabei aber nicht verändert werden. Sanierungspläne müssen vorliegen und die vorhandenen Arbeitsplätze müssen im Wesentlichen erhalten bleiben.

Das Sanierungsprivileg ist befristet und gilt nur für Beteiligungserwerbe vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2009.