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Unterhaltsleistungen an Lebenspartner

Entstehen Unterhaltsaufwendungen gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigten Partnern, können diese auf Antrag bis zu 8.004 Euro jährlich als außergewöhnliche Belastung bei der steuerlichen Einkommensermittlung berücksichtigt werden.

Gesetzlich unterhaltsberechtigt sind beispielsweise eingetragene Lebenspartner oder die/der Kindesmutter/-vater eines nichtehelichen Kindes für einen bestimmten Zeitraum ab Geburt des (gemeinsamen) Kindes.

Wichtig: Der gesetzlich unterhaltsberechtigten Person gleichgestellt ist eine Person, der zum Unterhalt bestimmte inländische öffentliche Mittel mit Rücksicht auf die Unterhaltsleistungen des Steuerpflichtigen gekürzt werden. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn eine Haushaltsgemeinschaft besteht und aus diesem Grunde Sozialleistungen abgelehnt werden.

Für die unterhaltsberechtigte Person aufgewandte Vorsorgeaufwendungen erhöhen den Maximalbetrag von 8.004 Euro. Gehört die unterhaltsberechtigte Person zum Haushalt des Steuerpflichtigen kann regelmäßig davon ausgegangen werden, dass ihm dafür Unterhaltsaufwendungen in Höhe des maßgeblichen Höchstbetrags erwachsen. Eigene Einkünfte und/oder Bezüge der unterhaltenen Person mindern den Abzugsbetrag, wenn diese mehr als 624 Euro im Kalenderjahr betragen haben. Gekürzt wird auch um etwaige öffentliche Ausbildungshilfen, die die unterhaltene Person erhalten hat.

Die unterhaltsberechtigte Person darf zudem nur ein geringes eigenes Vermögen besitzen. Hiervon ist auszugehen, wenn es nicht mehr als 15.500 Euro ausmacht.

Tragen mehrere Personen zum Unterhalt bei, so wird bei jedem prozentual der Teil abgesetzt, der seinem Anteil am Gesamtbetrag der Leistungen entspricht. Außerdem ist eine Opfergrenze zu berechnen. Hierbei und bei allen notwendigen Anträgen helfen wir Ihnen gerne.

Unser Beratungsangebot zur Steueroptimierung bei Unterhaltspflichten umfasst u. a. folgende Punkte:

  • Sonderregelungen für dauernd getrennte lebende oder geschiedene Ehegatten
  • Erhöhte Nachweis- und Mitwirkungspflichten bei Unterhaltszahlungen an Angehörige im Ausland.
  • Für eingetragene Lebenspartner ist ungeklärt, ob eine Besteuerung analog zum Ehegatten (Veranlagungswahlrecht, Splittingtarif) in Betracht kommt. Wir stellen alle notwendigen Anträge und wahren Ihren Rechtsschutz.