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Steuerbescheid Einspruch

Mit dem Einspruch kann gegen einen Steuerbescheid vorgegangen werden, der inhaltlich zu beanstanden ist.

Mit dem Einspruch gelangt man in das außergerichtliche Rechtsbehelfsverfahren. Dieses Verfahren wird vollständig vor dem Finanzamt geführt, und zwar idealerweise durch uns. Wir kennen alle verfahrensrechtlichen Besonderheiten und wahren Ihren Rechtsschutz auch im Hinblick auf anhängige Musterverfahren. Das Verfahren ist seitens des Finanzamts kostenfrei und endet entweder mit einem Erfolg für den Steuerpflichtigen (Abhilfe), einer Teilabhilfe und/oder einer klagefähigen Einspruchsentscheidung.

Der Einspruch ist der einzige außergerichtliche Rechtsbehelf im steuerrechtlichen Verfahren gegen Verwaltungsakte. Zu den Verwaltungsakten rechnen z.B.:

  • Steuerbescheide, Steuervergütungsbescheide
  • Feststellungsbescheide, Steuermessbescheide, Zerlegungsbescheide, sowie Bescheide über Billigkeitsmaßnahmen nach § 163 AO (abweichende Steuerfestsetzung)
  • Haftungsbescheide
  • Verbindliche Zusagen
  • Aufteilungs- und Abrechnungsbescheide
  • Festsetzung von Zinsen und Kosten, Verspätungszuschlägen, Säumniszuschlägen u.Ä.
  • Entscheidungen über Stundung und Erlass

Zu den Verwaltungsakten rechnen auch Aufhebungs- und Änderungsbescheide sowie die Ablehnung, einen Steuerbescheid zu erlassen, aufzuheben oder zu ändern.

Nachdem ein Einspruch eingelegt worden ist, muss die Finanzbehörde den Fall in vollem Umfang erneut prüfen. Das heißt, dass sie nicht an die Sachanträge des Einspruchs gebunden ist und den angefochtenen Bescheid grundsätzlich auch zum Nachteil des Steuerpflichtigen ändern kann (sogenannte Verböserung).

Möchten Sie diese „Gesamtaufrollung“ des Falls vermeiden, kennen wir alternative Vorgehensweisen über die im Einzelfall zu entscheiden ist.