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Kinderbetreuungskosten absetzen

Seit 2006 können erwerbsbedingt entstandene Kinderbetreuungskosten als Werbungskosten bei Arbeitnehmern oder Betriebsausgaben bei Selbstständigen zu zwei Drittel geltend gemacht werden.

Das gilt für zum Haushalt gehörende Kinder unter 14 Jahren, sofern beide Elternteile berufstätig sind. Ist nur ein Elternteil berufstätig, gibt es die Förderung nur für Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Als berufstätig gelten auch Mütter und Väter mit Minijobs oder in Teilzeit (Arbeitszeit mindestens 10 Stunden pro Woche).

Berücksichtigt werden Aufwendungen für

  • Kindergarten, Kindertagesstätten
  • Tagesmütter oder Ganztagespflegestellen
  • Beschäftigung von Haushaltshilfen, soweit sie ein Kind betreuen
  • Beaufsichtigung des Kindes bei der Erledigung der Hausaufgaben.

Abzugsfähig sind

  • zwei Drittel der Aufwendungen,
  • maximal 4 000 € je Kind,
  • bei Vorlage einer Rechnung,
  • bei Zahlung auf ein Konto.

Nicht darunter fallen Aufwendungen für die Kinderbetreuung durch den Lebenspartner, mit dem der Steuerbürger in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft lebt. Grundsätzlich zulässig ist die Kinderbetreuung durch nahe Angehörige. Dabei müssen allerdings Besonderheiten zur steuerlichen Anerkennung von Verträgen mit nahen Angehörigen beachtet werden.

Bei Fragen sprechen Sie uns einfach an.