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Gutes Rad ist nicht teuer

Der Sommer kommt. Und damit rückt auch das Fahrrad wieder stärker in den Fokus der Mobilität. Viele Mitarbeiter erkennen, dass das Auto nicht das einzige Fortbewegungsmittel zum Arbeitsplatz ist. von ARPS-AUBERT + Partner erklärt Ihnen das „Steuersparmodell Dienstfahrrad“.

Neue Statistiken zeigen, dass immer mehr Menschen in den Ballungszentren komplett auf das Auto verzichten. Inzwischen besitzen dort rund 30 Prozent der Haushalte ausschließlich Fahrräder als Fortbewegungsmittel. Dabei wissen die Wenigsten, dass aus steuerlicher Sicht auch für Fahrräder das sogenannte Dienstwagenprivileg gilt.

Überlässt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer ein Fahrrad zur privaten Nutzung, berechnet sich dieser Nutzungsvorteil mit monatlich 1 Prozent der auf volle hundert Euro abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers. Beläuft sich diese Preisempfehlung für ein Rad also beispielsweise auf 2.500 Euro, unterliegen monatlich 25 Euro der Lohnsteuer und der Sozialversicherung. Die Abschreibung des Kaufpreises des Fahrrades oder die Leasingraten kann der Arbeitgeber vollständig als Betriebsausgaben abziehen.

Als Dienstfahrrad kommt grundsätzlich jedes Fahrradmodell in Frage. Die günstige Bewertung gilt damit auch für ein flottes Rennrad, das für den holprigen Weg zur Arbeit nur bedingt geeignet ist. Bei einem E-Bike ist allerdings zu prüfen, ob dieses verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug einzustufen ist. Dies ist der Fall, wenn der Motor auch Geschwindigkeiten über 25 km/h unterstützt. Für den einfachen Weg zur Arbeit ist dann – analog zum Dienstwagen – ein gesonderter geldwerter Vorteil zu erfassen. Anzusetzen sind 0,03% der Preisempfehlung. Bei einer einfachen Entfernung von 10 km und einem vom Arbeitgeber überlassenen E-Bike im Wert von 2.500 Euro wären also monatlich 7,50 Euro zusätzlich zu versteuern.

Da der geldwerte Vorteil unabhängig vom Umfang der Privatnutzung ist, unterschreitet im Regelfall der zu versteuernde Betrag die vom Arbeitgeber getragenen tatsächlichen Kosten deutlich. Ein pfiffiges Steuersparmodell, das für beide Seiten Vorteile bringt und sich beispielsweise zur innovativen Gestaltung einer Gehaltserhöhung anbietet. Folgendes Beispiel soll diesen Effekt verdeutlichen:

Monatliche Leasingrate für ein E-Bike im Wert von 2.500 Euro:
Geldwerter Vorteil (1 Prozent von 2.500 Euro):
Mitarbeiter erhält steuer- und sozialversicherungsfrei:

85 Euro
25 Euro
60 Euro

Das Fahrrad bietet aber aus Sicht des Arbeitgebers noch weitere Vorteile: Die Mitarbeiter bleiben fit und mit einem E-Bike lassen sich auch weitere Distanzen und anstrengende Wege komfortabel und schnell bewältigen. Nicht zuletzt benötigt das Unternehmen weniger Stellfläche, gibt sich ein modernes Image und ein neues Mobilitätskonzept bindet Mitarbeiter und entlastet die Innenstadt.

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