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Gewinnermittlung

Die Einnahmenüberschussrechnung (gemäß § 4 Abs. 3 EStG: „Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben“) ist eine besondere Form der Gewinnermittlung.

Das Bundesfinanzministerium der Finanzen hatte 2003 ein einheitliches Formular für die Einnahmenüberschussrechnung sowie die dazugehörige Anleitung veröffentlicht.

Ziel war der Bürokratieabbau für den Mittelstand, das damit allerdings nicht erreicht wurde. Die so genannte Anlage EÜR zur Einkommensteuererklärung bildet die Gewinnermittlung in komprimierter Form ab. Liegen die Betriebseinnahmen für den Betrieb unter der Grenze von 17.500 Euro, ist die Verwendung des Formulars nicht verpflichtend.

Gewerbetreibende können die Gewinnermittlung mittels Einnahmen-Überschussrechnung durchführen, wenn:

  1. der Umsatz bei maximal 500.000 €
  2. und der Gewinn bei maximal 30.000 € liegen
  3. und sie nicht nach anderen Gesetzen als den Steuergesetzen verpflichtet sind, Bücher zu führen (z.B. bei Eintragung im Handelsregister).

Grundgedanke hierbei ist das Zufluss-Abfluss-Prinzip bezüglich der tatsächlich im Wirtschaftsjahr geleisteten bzw. erhaltenen Zahlungen. Die Betriebseinnahmen sind daher (erst) in dem Wirtschaftsjahr anzusetzen, in dem sie eingegangen sind. Zahlreiche Ausnahmen sind jedoch zu beachten.

Freiberufler dürfen ihren Gewinn unabhängig von den oben genannten Grenzen stets durch Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln.

Wegen der Komplexität dieser Form der Gewinnermittlung und diverser Folgewirkungen sollten Sie sich unbedingt von unserer Kanzlei einzelfallbezogen beraten lassen.