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Mehr rausholen mit Freibeträgen

ElStAM – Die Elektronische Lohnsteuerkarte

Dreimal verschoben – jetzt ist es soweit: Die elektronische Lohnsteuerkarte geht zum 1. Januar 2013 an den Start. Damit ist die gute alte Lohnsteuerkarte aus Pappe endgültig Geschichte – ebenso wie dort seinerzeit eingetragene Freibeträge. Reagieren Sie jetzt und vermeiden Sie auch künftig einen zu hohen Lohnsteuerabzug.

ELStAM steht für ElektronischeLohnSteuerAbzugsMerkmale. Der Arbeitgeber ruft die bislang auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Daten (Steuerklasse, Familienstand, Religion, Kinderzahl, Freibeträge) künftig beim Bundeszentralamt für Steuern ab und übernimmt sie elektronisch in das Lohnkonto. Zum Abruf werden die persönliche Steueridentifikationsnummer und das Geburtsdatum des Arbeitnehmers benötigt. Der Arbeitnehmer hat zudem anzugeben, ob es sich um eine Haupt- oder Nebenbeschäftigung handelt. Arbeitgeber, die ihre Lohnbuchhaltung durch unsere Kanzlei erledigen lassen, können sich zurücklehnen: Wir erledigen die laufende Abfrage für Sie!

Arbeitnehmer können ihre gespeicherten Daten unter Angabe der persönlichen Steueridentifikationsnummer online abfragen. Sie müssen sich hierfür unter www.elsteronline.de registrieren und erhalten dann eine persönliche PIN per Post zugesandt.

Arbeitnehmer mit höheren berufsbezogenen Kosten, Sonderausgaben und/oder außergewöhnlichen Belastungen konnten diese Aufwendungen als Freibetrag auf ihrer Lohnsteuerkarte eintragen lassen und profitierten somit jeden Monat von einem geringeren Lohnsteuerabzug. Aufgrund der Verzögerung bei der Einführung des neuen Verfahrens zur elektronischen Lohnsteuerkarte (ELStAM) wurden die Freibeträge in den letzten Jahren automatisch aus dem Vorjahr übernommen. Die Notwendigkeit, Freibeträge jährlich eintragen zu lassen, ist damit in Vergessenheit geraten. Doch ab 2013 läuft das neue Verfahren nun endlich an, sodass auch etwaige Freibeträge neu zu beantragen sind.

Tipp

Stellen Sie den Antrag noch in diesem Jahr. So profitieren Sie bereits in der Lohnabrechnung Januar 2013 von einem geringeren Lohnsteuerabzug.

Als Werbungskosten kommen beispielsweise Kosten für den Arbeitsweg, ein Arbeitszimmer, Arbeitsmittel, Computer, doppelte Haushaltsführung, Fortbildung, Berufsverbände und/oder Umzug in Betracht. Ein Freibetrag kann jedoch nur beantragt werden, wenn die Werbungskosten den Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr überschreiten. Bei der Entfernungspauschale ist dies ab einer einfachen Wegstrecke von 15 km der Fall.

Lukrative Abzüge können sich auch im Bereich der Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen ergeben: Unterhaltslasten, Ausbildungskosten, Schulgeld, Kinderbetreuungskosten, Kirchensteuer, Pflegeaufwendungen, Haushaltshilfen und Gesundheitskosten können – teilweise bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen – beim monatlichen Lohnsteuerabzug Berücksichtigung finden.

Tipp

Die Finanzämter verlangen für die geplanten Aufwendungen zunächst keine Belege. Es genügt, die vorgesehenen Ausgaben glaubhaft zu machen. Wer sich einen Freibetrag eintragen lässt, ist allerdings nach Ablauf des Jahres zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.

» Den Antrag auf Lohnsteuerermäßigung finden Sie hier.

Bei der Ermittlung des Freibetrages und der Beantragung der Lohnsteuerermäßigung sind wir Ihnen natürlich gerne behilflich.

Anträge zu den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen - ELStAM -