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Aktuelles

225 Prozent Steuerersparnis

Mit 100 Euro Aufwand bis zu 225 Euro Steuerersparnis generieren?! Ja, Sie haben richtig gehört:

Bestimmte Abfindungen und Veräußerungsgewinne (z. B. aus dem Verkauf eines Betriebes) unterliegen als außerordentliche Einkünfte einer besonderen Behandlung bei der Einkommensteuer.

Durch geschickte und rechtzeitige Planung kann der bestehende Anspruch auf Tarifbegünstigung (sog. Fünftel-Regelung) optimiert werden.

Hierbei lassen sich bereits durch die Steuerung des Zufluss- bzw. Realisationszeitpunktes der entsprechenden Einkünfte und durch weitere Maßnahmen ganz erhebliche Einsparungen erzielen. Wer Teile der Einnahmen zum Beispiel im Wege von Spenden weiterreicht, kann eine Steuerersparnis erzielen, die höher ausfällt als der Aufwand selbst. Eine klassische „Win-Win-Situation“.

Aber: Wer zu spät kommt, verbaut sich jedwede Gestaltung und muss eine unnötig hohe Steuerbelastung in Kauf nehmen. Denn gehandelt werden kann nur in dem Jahr, in dem die außerordentlichen Einkünfte erzielt wurden. Bei Erstellung der Einkommensteuererklärung, die regelmäßig erst im Folgejahr erfolgt,  ist es also zu spät.

Deshalb: Verhandeln Sie eine Abfindung? Planen Sie die Veräußerung Ihres Betriebes, Ihrer Praxis oder eines Mitunternehmeranteils? Kommen Sie bereits in dieser Phase auf uns zu. Wir erstellen individuelle Konzepte und Belastungsvergleiche, sowie einen Ablaufplan zur Steueroptimierung. Wir sind Ihre Steuergestalter.

Tipp des Monats

Zinsen satt!

Laut Bundesgerichtshof liegt Zinswucher vor, wenn der vom Gläubiger verlangte Zinssatz mindestens doppelt so hoch ist wie der vergleichbare Marktzins. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Zinsen, die das Finanzamt derzeit auf Steuernachzahlungen verlangt, zumindest fragwürdig. von ARPS-AUBERT + Partner erklärt Ihnen die aktuelle Rechtslage und zeigt auf, wie Sie eine Zinsbelastung auf Steuern vermeiden können.

Steuern werden häufig spät festgesetzt. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die Steuererklärung wird erst sehr spät abgegeben oder das Finanzamt bearbeitet den Fall mit Verzögerung. Steuerbescheide ergehen dann häufig erst lange nach Ablauf des Steuerjahres. Nicht selten ändern sich Steuerbescheide auch noch Jahre später, zum Beispiel aufgrund einer Betriebsprüfung oder weil dem Finanzamt Einkünfte aus Beteiligungen erst nachträglich bekannt werden.

Das Finanzamt verlangt in diesen Fällen zusätzlich zur Steuernachzahlung dann auch noch Zinsen. Besonders ärgerlich dabei ist der unbegrenzt gültige Zinssatz von 6 Prozent pro Jahr, der angesichts der andauernden Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt astronomisch anmutet. Dieser Zinssatz ist in der Abgabenordnung gesetzlich geregelt. Die Verzinsung beginnt 15 Monate nach Ablauf des Steuerjahres, für 2016 also beispielsweise am 1. April 2018.

Beispiel:

Das Finanzamt erteilt am 15.03.2018 nach einer Betriebsprüfung einen geänderten Einkommensteuerbescheid für 2012, der zu einer Einkommensteuernachzahlung von 10.000 Euro führt. Zusätzlich zur Steuerschuld sind Zinsen in Höhe von 2.400 Euro an das Finanzamt zu entrichten.

Die Steuergerichte haben bisher keine Bedenken gegen die hohen 6%igen Steuerzinsen. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat dies in einem aktuellen Urteil erneut bestätigt und verweist dazu auf die typisierende Annahme, dass derjenige, dessen Steuer zu einem späteren Zeitpunkt festgesetzt wird, gegenüber demjenigen, dessen Steuer bereits frühzeitig festgesetzt wird, einen Liquiditätsvorteil und damit auch einen potentiellen Zinsvorteil hat. Die Vollverzinsung diene damit insbesondere auch der Gleichmäßigkeit der Besteuerung, weil sie die Unterschiede in der Steuererhebung ausgleiche, die zwischen Lohnsteuerzahlern und veranlagten (selbständigen) Einkommensteuerpflichtigen bestehen. Über diese Ansicht lässt sich sicherlich trefflich streiten.

Auch das Finanzgericht Berlin-Brandenburg hat den hohen Zinssatz für den Zeitraum bis 2016 mit Urteil vom 14.11.2017 gebilligt. Gegen die Entscheidung ist erneut eine Revision beim Bundesfinanzhof anhängig. Zudem laufen in Karlsruhe zwei Verfassungsbeschwerden, die unter den Aktenzeichen 1 BvR 2237/14 und 1 BvR 2422/17 anhängig sind. Offenbar befasst sich das Bundesverfassungsgericht derzeit intensiv mit dem Problem und hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Themas Stellungnahmen eingeholt, unter anderem vom DIHK und vom BDI. Besonders kritisch erscheint die Zinsfestsetzung in Fällen überlanger Verfahrensdauer, auf die der Steuerpflichtige häufig gar keinen Einfluss hat. Auch hierzu ist vor dem BFH ein weiteres Revisionsverfahren anhängig.

Unser Tipp:

Legen Sie gegen die Festsetzung von Nachzahlungszinsen Einspruch ein und verweisen Sie auf die anhängigen Gerichtsverfahren. Für unsere Mandanten erledigen wir dies automatisch.

Dass der Staat von sich aus etwas ändern wird, ist unwahrscheinlich. Angesichts eines jährlichen Aufkommens von rund 870 Millionen Euro haben sich die Zinsen zu einem wesentlichen Haushaltsposten etabliert. Bei vielen Betriebsprüfungen kommt es „nur“ zu Gewinnverlagerungen. Damit stellen die Zinsen für das Finanzamt in diesen Fällen letztlich die einzige echte Mehreinnahme dar.

Unser Tipp:

Tricksen Sie das Finanzamt aus: Überweisen Sie die potentielle Steuerschuld vor Beginn des Zinslaufs und sorgen Sie dafür, dass die Finanzkasse die Zahlung einbehält. In diesem Fall haben Sie Anspruch auf Erlass der Zinsen!

Allerdings werden auch Steuererstattungen, die aus spät erteilten Steuerbescheiden resultieren, ebenfalls mit 6 Prozent zugunsten des Steuerbürgers verzinst. Die „Geldanlage“ beim Finanzamt ist dann ein gutes Investment. Dies hatte der BFH in seinem Urteil auch als Punkt angeführt, der gegen eine Gleichheitswidrigkeit der Zinsbelastung einzelner Steuerpflichtiger durch Nachzahlungszinsen spricht.

Tipp:

Besteht als Arbeitnehmer keine Verpflichtung zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung und erwarten Sie eine Steuerrückzahlung, die Sie aktuell nicht zum Lebensunterhalt benötigen, sollte die Steuererklärung so spät wie möglich beim Finanzamt abgegeben werden. Arbeitnehmer haben hierfür vier Jahre Zeit. Auch wenn die ersten 15 Monate nicht verzinst werden, ergibt sich eine interessante Rendite.

Kanzleinews

In der im Februar erscheinenden Ausgabe des Magazins FOCUS SPEZIAL zur Steuererklärung 2018 wurde unsere Kanzlei erneut in die Liste der Top Steuerberater in Deutschland aufgenommen. von Arps-Aubert + Partner gelang es, in den Kategorien „Internationales Steuerrecht“ und „Durchsetzung gegenüber Finanzämtern“ und „allgemeine Steuerberatung“ zu überzeugen.

Wir freuen uns sehr über diese besonderen Auszeichnungen.

Events

Termine bei von Arps-Aubert + Partner StBG mbB

Impulsvortrag speziell für Ärzte:
Grundvermögen bilden – so hilft das Finanzamt mit.

Was interessiert das Finanzamt bei der Anschaffung, Modernisierung und Übertragung von Immobilien? Hinweise und Gestaltungstipps.

Am Mittwoch, den 6. Juni 2018, um 18.30 Uhr in die Villa der Weberbank, Landecker Straße 2, Berlin-Wilmersdorf

Bitte melden Sie sich über unser Sekretariat an.